Willkommen

Willkommen bei der Arbeitsgruppe Sedimentologie, Küsten- und Schelfgeologie

Leitung: Prof. Dr. Karl Stattegger

Verschiedenste Küstenabschnitte

 

Küsten bilden die Schnittstelle zwischen Land und Meer. Die Küstenzone reicht von Küstenebenen und Flussmündungen oder von Steilküsten bis zum Kontinentalschelf und umfasst jene Bereiche, an denen Küstenprozesse (Wellen, Gezeiten, Eintrag von Süßwasser und Sediment durch Flüsse, Meeresströmungen) wirken. Küsten zeigen eine hohe Variabilität in ihrer Morphologie und der Zusammensetzung ihrer Sedimente, die Unterschiede sind weitgehend durch die Geologie und die an der Küste abgelagerten oder erodierten Sedimente bedingt. Die Entwicklung und Dynamik der Küsten und Schelfmeere sind in Hinblick auf den Klimawandel und menschliche Aktivitäten von öffentlichem Interesse.

Viele, oft dicht bevölkerte und ökonomisch hochaktive Küstenregionen sind direkt von den Auswirkungen des globalen Klimawandels betroffen. Diese zeigen sich in steigender Überflutungsgefahr durch den Anstieg des Meeresspiegels und durch die Zunahme der Sturmfluthäufigkeit und –intensität. Zusätzlich verringern menschliche Eingriffe die Sedimentzufuhr aus dem Hinterland, verstärken die Küstenerosion und bewirken ein Absinken von Küstengebieten durch die intensive Entnahme von Grundwasser und die Förderung von Erdöl und Erdgas. Wir beobachten daher eine rasche Umgestaltung der Küstenzone an Land und im flachmarinen Bereich. Aus der prozessorientierten Rekonstruktion der Entwicklung der Küstenzone vom Pleistozän bis heute lassen sich die zurzeit ablaufenden Veränderungen erklären und Vorhersagen für die Zukunft erstellen.

Die Küstenforschung an Land und im Flachwasser bildet einen Schwerpunkt am Institut für Geowissenschaften.